Nord Rosalie

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Die blaue Distel, so heißt Thistlegorm ins Deutsche übersetzt, ist wohl das berühmteste Wrack im Roten Meer. Das englische Schiff war auf dem Weg nach Ägypten, um das englische Afrika-Korps mit Nachschub zu versorgen, als sie in der Vollmondsnacht des 6.Oktober 1941 von einem deutschen Bomber angegriffen wurde und sank. Das Wrack liegt in 30 m Tiefe aufrecht auf dem Meeresgrund. Im Außenbereich tummeln sich oft große Schwärme von Fledermausfischen, jagende Makrelen und jede Menge blaue Füsiliere. Drachenköpfe, Krokodilsfische und auch Schnecken bevölkern das Wrack. Auch die Laderäume sind betauchbar und äußerst interessant: zwischen Panzern, LKWs, Gummistiefeln, Motorrädern und Munition finden Glasfische ein Zuhause. Auf das nördlich der Shedwan Insel vorgelagerte Riff Abu Nuhas scheint ein Fluch zu liegen, denn obwohl sein Leuchtfeuer weit strahlt beheimatet es vier sehr berühmte Wracks. Die See war ruhig, als der griechische Frachter GIANNAS D. am 19. April 1983 auf das Riff lief, Leck schlug, in zwei Teile zerbrach und innerhalb von sechs Wochen sank. Das Wrack liegt auf 23m bis 27m Tiefe und ist üppig mit Stein- und Weichkorallen bewachsen.

Die Ladung bestand hauptsächlich aus Tropenhölzern, die größtenteils geborgen wurde. Vom Steuerstand, bis hin zu den Crewkabinen und dem Maschinenraum ist das Heck erkundbar, was durch seine 45 Grad Lage zu einem ganz besonderen Erlebnis wird. Der vordere Bugteil ist sehr gut erhalten, besticht durch den fantastisch mit Weichkorallen bewachsene Mast und kann leicht betaucht werden. Der britische Dampfsegler CARNATIC war bei leichtem Nordwind auf dem Weg nach Bombay als er am 14. September 1869 auf das Riff auflief. Zwei Tage hielt sich das Schiff auf dem Riffdach, bevor es in zwei Teile zerbrach und sank. Nun liegt das Wrack auf seiner Steuerbordseite in 20 m bis 27 m Tiefe. Mit mit Weichkoralle bewachsen sind für den Taucher die Schiffsplanken und das Stahlgerüst wie ein Spaziergang durch Arkaden. Glasfische und Muränen haben dort ihr Zuhause gefunden.

Eine faszinierende Geschichte dreht sich um den Dampfsegler DUNRAVEN der Wolle, Baumwollballen und Gewürze von Bombay nach Newcastle transportierte, als er in der Nacht des 22. April 1876 am Südende von Shaab Mahmoud auf die Riffkante lief, Feuer fing und sank. Der Rumpf ist in zwei Teile zerbrochen und liegt mit dem Kiel nach oben auf 18 m bis 29 m Tiefe. Ein Highlight ist sicher die schön bewachsene Schiffsschraube. Das Lichtspiel des komplett betauchbaren Rumpfes ist einmalig. Der Dampfkessel, oft besucht von Muränen, ist noch recht gut erhalten. Rund um das Wrack patrouillieren Napoleons und Fledermausfische.

Der Nationalpark Ras Mohammed bietet traumhafte Tauchplätze, so zum Beispiel das YOLANDA REEF und das SHARK REEF. Die beiden Riffe stehen nah beieinander auf einem Plateau, dessen Kanten auf mehr als 700 m Tiefe abfallen. Durch die exponierte Lage und den Strömungsverhältnissen ist das Plateau ein „Aquarium“ der Superlative. Je nach Jahreszeit trifft man nicht selten auf Schulen von Barrakudas, Fledermausfische und Doktorfische, aber auch Mantas und Riffhaie häufige Besucher. Die farbenprächtigen Hart- und Weichkorallen, die Heimat von vielen kleineren Riffbewohnern sind, lassen das Taucherherz höher schlagen. Der in der Nacht zum 2. April 1980 auf das Riff aufgelaufene zypriotische Frachter war Namensgeber für das „Jolanda Reef“. Beladen mit Sanitärbedarf war die JOLANDA auf dem Weg nach Aqaba. Stürme ließen das Wrack in die Tiefe des Meeres abrutschen, dennoch sind große Teile der Ladung rund um das Riff verstreut und sehr schön bewachsen, ein beliebter Fotospot.

Die Rosalie Moller lief 1910 unter dem Namen „Francis“ vom Stapel. 1931 wurde sie verkauft, erhielt vom neuen Reeder den Namen „Rosalie Moller“ und wurde bis Kriegs-beginn vorrangig als Stückgutfrachtschiff zwischen Shanghai und Tsingtao eingesetzt, um dann als Kohlefrachter zwischen Liverpool und allen britischen Kriegshäfen von Portsmouth bis Gibraltar zu pendeln 1941 kriegt sie den Verlegungsbefehl fuer das Rote Meer. Wie auch bei der Thistlegorm wird die kürzere Fahrt durch das von der deutschen und italienischen Luftwaffe beherrschten Mittelmeer verworfen und der 12.000 sm lange Weg rund um Afrika angetreten, erreicht Anfang Oktober 1941 die Straße von Gubal und ankert unweit der Thistlegorm. Zwei Tage nach der Versenkung der Thistlegorm erfolgte am 08. Oktober 1941 ein weiterer Luftangriff der Luftwaffe auf die vor Anker liegenden Schiffe, waehrend dessen die Rosalie Moller durch einen Bombentreffer um 00:45 zu sinken begann, um eine Stunde später von der Meeresoberfläche zu verschwinden. Das Wrack liegt in 50 m Tiefe aufrecht nahezu genau Richtung Norden ausgerichtet, das Ober-deck beginnt in ca. 30 m Tiefe.
Aufgrund der Tiefe, der meist vorhandenen Strömung und der schwierigen Ansteuerung wird die Rosalie Moller selten angefahren und ist nur etwas für erfahrene Taucher!!!

Die Tourenbeschreibungen (Tauchplätze) sind beispielhaft aufgeführt. Abhängig von den Wetterbedingungen und der Qualität der Taucher können alternativ andere Tauchplätze angefahren werden.

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